...Schülerparlament...
Was ist das Schülerparlament?
Der Kerngedanke des Schülerparlaments ist es, dass die Kinder Raum haben, um Anliegen, Wünsche und Probleme, die sie im Schulalltag sehen, mitteilen können und darüber gesprochen, diskutiert und möglichst eine Lösung gefunden werden kann. Die Kinder finden sich somit als ein bedeutender Teil des Systems Schule wieder und erfahren, dass ihre Einschätzungen und Bedürfnisse wichtig sind und gehört werden. Sowohl Kräfte aus dem Vormittagsunterricht als auch aus der OGS wirken im Parlament mit, sodass eine Verzahnung im Sinne der „Schule als Gemeinschaft“ entstehen kann und Schüler/innen Verantwortung für ihre Schule übernehmen.
Wer nimmt daran teil?
Teilnehmende sind jeweils die zwei Klassensprecher/innen jeder Klasse, eine Leitung aus dem Vormittag, eine Kraft aus der OGs, sowie (in regelmäßigen Abständen) die Schulleitung.
Wann findet es statt?
Das Schülerparlament findet wöchentlich in einer festgelegten Schulstunde statt.
Wie ist der Ablauf?
Der Ablauf erfolgt immer nach demselben Schema. Zunächst versammeln sich alle Teilnehmenden in einem Sitzkreis. Der oder die zu Beginn eines neuen Schuljahres gewählte Schülersprecher/in ist Vorsitzende/r des Parlaments und leitet die Sitzung. Zuvor werden noch die Rollen: Zeitwächter/in, Protokollant/in, Regelwächter/in und ein Ratsmitglied (unterstützt dem Vorsitz bei Entscheidungen/Finden von Lösungen, übernimmt ggf. kleinere organisatorische Aufgaben).
Anschließend wird das Schülerparlament eröffnet und ggf. werden Aspekte aus der letzten Sitzung vorgelesen, die im Protokoll festgehalten wurden.
Die Teilnehmenden des Parlamentes können Anliegen aus ihren Klassen mitbringen, die gegeben falls in den jeweiligen Klassenräten aufgekommen sind oder eigene Anliegen einbringen. Auch die erwachsenen Teilnehmenden (Lehrkraft, OGS-Kraft, Schulleitung) können Punkte einbringen, bei denen sie die Unterstützung/ Meinung/ Verantwortung der Schülerschaft benötigen.
Die Vorsitzenden entscheiden, welche Themen zuerst besprochen werden oder lassen darüber abstimmen, wenn sie sich nicht sicher sind.
Das ausgewählte Thema wird eingangs von den Klassenvertreter/innen vorgestellt, die diesen im Prozess der Themensammlung eingebracht haben. Nach der Darstellung der Problematik oder des Anliegens gilt es Ideen und Lösungsvorschläge zu sammeln und zu einer Einigung zu kommen.
Auch hier ist es wichtig, sich zeitlich auf die Lösungsperspektive zu konzentrieren. Im Falle einer Dopplung erinnert der/die Regelwächter*in mithilfe der Regelkarten ans „Zuhören“ oder auch „beim Thema bleiben“. Auch das Ratsmitglied hat die Aufgabe, im Prozess einer Diskussion daran zu erinnern, sich auf eine Lösung zu konzentrieren. Ist eine Lösung gefunden, ist sich dem nächsten Tagesordnungspunkt zu widmen. Ansonsten obliegt die Leitung der/dem Vorsitzende*n. Während des gesamten Prozesses zeichnet sich das Schülerparlament durch eine Meldekultur aus.
Wichtig: Lösungen werden, wenn nötig mit Unterstützung der teilnehmenden Lehrkraft und der OGS-Kraft, in das Lehrerkollegium/OGS-Team getragen.
Hinweis: Meist ist es zeitlich nicht möglich alle Themen zu besprechen. Diese können in der nächsten Sitzung erneut angeführt/besprochen werden.
Durch den/die Zeitwächter/in erhalten die Vorsitzenden die Information, dass die Sitzung bald endet. Darauffolgend wird das Schülerparlament durch diesen oder diese beendet. Die Ergebnisse der Sitzung teilen die Kinder in ihren jeweiligen Klassen mit. Die Übermittlung der Ergebnisse erfolgt im Klassenrat.
Was gilt es zu beachten?
Die Protokolle werden von den Kindern geschrieben und darüber hinaus können weitere wichtige Aspekte der Sitzungen durch die Lehrkraft als auch durch das pädagogische Fachpersonal der OGS protokolliert werden.
Was sollte das Protokoll beinhalten?
Relevante Daten sind das Tagesdatum; die anwesenden Klassen/Personen; die Sammlung der Themen sowie die Stimmverteilung/ Rangordnung der Themen.
Zu jedem Thema werden Mitschriften gemacht. Dazu zählen sowohl die Problembeschreibung als auch die dazugehörigen Lösungsvorschläge und einzelne Aufträge, die über die Sitzung hinausgehen.