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...Schulhundkonzept...

Schulhund Luna
Luna ist eine Rheinländer-Hündin und lebt als Familienhund bei Frau Engelen. Seit Welpenalter ist Luna viel in Kontakt mit Kindern verschiedener Altersgruppen und größeren Kindergruppen. 
Luna durfte bereits als Welpe regelmäßig unsere Schule besuchen und zeigte sich sehr liebevoll im Umgang mit den Kindern. Die Rheinländer-Hunde gelten als Familienhunde und werden auch oft als Therapie- oder Begleithunde ausgebildet. Rheinländer-Hunde sind kontaktfreudig, ausgeglichen und sehr sanftmütige Hunde.
Im November 2024 schlossen Luna und Frau Engelen die Schulhundausbildung als Team ab.

In Kürze: 
Luna: Rheinländer-Hündin
geboren: 29.07.2021
Fellfarbe: rot-braun
Charakter: ruhig, entspannt und kuschelbedürftig

1. Das Konzept der hundgestützten Pädagogik

1.1. Genehmigungen und Grundlagen
Die Entscheidung über den Einsatz des Schulhundes liegt in NRW bei der
Schulleitung (s. Handreichung: Allgemeine Hinweise des Einsatzes von Schulhunden). Das zuständige Schulamt wurde über den Einsatz des Hundes informiert. 
Obwohl es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, lag es uns besonders am Herzen, alle an der Schulentwicklung Beteiligten in den Entscheidungsprozess mit einzubeziehen. Folglich wurde sowohl im Kollegium als auch in der Schulkonferenz über den Einsatz eines Schulhundes abgestimmt. 
Eltern werden bei der Einschulung selbstverständlich über unseren Schulhund informiert und zu eventuellen Ängsten oder Allergien befragt, sodass dies bei der Klassenzusammensetzung berücksichtigt werden kann.

1.2. Leitgedanke und Ziele der hundgestützten Pädagogik
Schulhunde leisten einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung eines positiven Lernumfeldes, fördern die soziale Entwicklung der SchülerInnen und unterstützen sie dabei, sich besser auf Aufgaben zu konzentrieren. Zwischen Kind und Hund entsteht dabei eine besondere Form der Kommunikation, durch die zahlreiche positive Auswirkungen auf die ganzheitliche Entwicklung der Kinder beobachtet werden können.  

Förderung des Selbstwertgefühls
Schulhunde begegnen Kindern mit vorbehaltloser Akzeptanz, unabhängig von menschlichen Bewertungen. Sie vermitteln Zuneigung, Sicherheit, Geborgenheit und Wärme und tragen dadurch wesentlich zur Stärkung des Selbstwertgefühls bei.  

Förderung der Lernatmosphäre
Hunde stellen eine wertvolle Ergänzung und Unterstützung der pädagogischen Arbeit dar. Durch ihr ruhiges Wesen bringen die Schulhunde Ruhe in den Klassenraum. Dies führt bei den SchülerInnen zu positiven Emotionen, welche die Konzentrationsfähigkeit, die Lernbereitschaft sowie den Abbau von Lernblockaden begünstigen.        

Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz
Der regelmäßige Kontakt mit Schulhunden wirkt sich positiv auf die emotionale Entwicklung der Kinder aus. 
Der Hund fungiert dabei als sozialer Katalysator. Durch die entstehende stabile Bindung wird eine wichtige Grundlage für den Aufbau und die Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen geschaffen. 
Besonders bedeutsam ist dabei, das vorurteilsfreie Verhalten des Hundes, das Kindern ein Gefühl uneingeschränkter Akzeptanz vermittelt und auf nonverbale sowie intuitive Weise wirkt. 
In konkreten Alltagssituationen erlernen die Kinder Regeln im Umgang mit Hunden, entwickeln Empathie, Rücksichtnahme und gegenseitige Anerkennung. Diese Erfahrungen wirken sich langfristig nicht nur positiv auf die Mensch-Tier-Beziehung, sondern auch positiv auf zwischenmenschliche Beziehungen aus.

Förderung der Motorik und Wahrnehmung
Ein Schulhund fördert regelmäßige Bewegung und Aktivität und trägt zur Lockerung von Muskelverspannungen bei und unterstützt die Entwicklung der taktilen Wahrnehmung durch Streicheln und Berühren.

Förderung der Lebensfreude
Das Beobachten und Deuten tierischen Verhaltens fördern die Ausschüttung von Endorphinen, wodurch Sorgen und Belastungen in den Hintergrund treten und die Interaktion als positiv und freudvoll erlebt wird.  

1.3. Hygiene und Gesundheit
Hundeallergien werden zu den sogenannten Tierhaarallergien gezählt. Dabei entstammen die Allergene nicht den Haaren, sondern der Haut, dem Speichel oder dem Urin der Tiere. Sie können sich aber auch mit den Hundehaaren verbreiten. Anders als z.B. bei Katzenallergenen verbreiten sich Hundeallergene nicht in so starkem Maße in der Raumluft bzw. im Klassenzimmer und wirken damit weniger aggressiv. Zudem achten wir stets auf eine regelmäßige Lüftung während der Unterrichtszeiten.

Luna geht regelmäßig zum Tierarzt und erhält alle erforderlichen Impfungen.

Mit allen SchülerInnen wird der hygienische Umgang mit Luna besprochen. Nach dem Streicheln oder verschiedenen Interaktionen mit Luna waschen sich die Kinder gründlich die Hände.

1.4. Praktische Umsetzung
Im Schuljahr 25/26 begleitet Luna Frau Engelen jeden Montag, Mittwoch und Freitag. 
Die Kinder der Koala-Klasse sehen sie als festen Bestandteil der Klassengemeinschaft.

Freitags findet in diesem Schuljahr „Hunde-Lesestrategie-Stunde“ statt. Diese ist für alle Jahrgänge geöffnet.

Luna ist mit verschiedenen Aufgaben in den Schulalltag eingebunden:

• Klassen- und Fachunterricht:
Die Anwesenheit von Luna ist eine passive Unterstützung. Sie kann zum Beispiel als Entspannungsinsel oder als Zuhörerin bei Leseübungen von den SchülerInnen gewählt werden.
Wenn Kinder Trost brauchen, z.B. durch plötzlich auftretendes Heimweh, wird Luna oft als erste Anlaufstelle benutzt. Sie hilft den Kindern, ihre Gefühle zu sortieren und auszudrücken.   
Darüber hinaus werden die Kinder durch verschiedene Dienste eingebunden und erleben so im Schulalltag den verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier z.B.: 

  • Wassernapf befüllen
  • Geschirr an- und ausziehen
  • auf den Ruheplatz des Hundes achten

• Gassi-Pause
Die Kinder haben die Möglichkeit, mittwochs (EP) und freitags (3./4. Klasse) mit Luna „Gassi“ zu gehen. Gemeinsam mit Frau Engelen und ausgebildeten „Hundeprofis“ gehen die Kinder ca. 30 min. spazieren und erfahren so ein anderes Pausenerlebnis. 
Häufig nutzen die Kinder diese „privatere“ Pause für sehr intensive Gespräche.

• „Hundeprofis-AGs“
Die Kinder haben die Möglichkeit, sich als „Hundprofis“ ausbilden zu lassen. Sie erlernen montags in der 1. Pause wichtige Signalwörter und Übungen mit Luna. 
Diese bringen sie dann wiederum anderen Kindern der Schule in den Gassi-Pausen mittwochs und freitags näher.   
 

Weitere Ideen zur möglichen Umsetzung:

  • Rotierender Einsatz von Luna und Frau Engelen; 1 Stunde in der Woche als Hunde-Doppelbesetzung in den Klassen
  • Hunde-Experten-AG (Hintergrundwissen) -> Theorie und Praxis


Quellenhinweise: 
https://www.schulministerium.nrw/sites/default/files/documents/Allgemeine-Hinweise-Schulhund.pdf
https://www.schulministerium.nrw/schulhund
https://www.sonderpaedagogik.uni-wuerzburg.de/fileadmin/06040300/Walther/stud/Broschuere_Schulhundeinsatz_im_Schwerpunkt_Lernen.pdf